Madsen kommen aus einem Landstrich, in welchen andere nur hinfahren, um zu demonstrieren - dem Wendland. Dort, wo Musik kein Hobby, sondern Ausweg ist. Vielleicht kommt daher die verzweifelte Lebensfreude, die man aus jeder gesungenen Zeile von Sebastian Madsen hört. Die adoleszente Wut des jungen Lowtzows gepaart mit dem Gespür für große vereinende Gesangslinien. Er textet in einer eher anglo-amerikanischen Tradition, was bedeutet, dass er es schafft, mit unkonkreten Texten sehr konkrete Sachen auszudrücken, welche so groß sind, dass es dafür wohl nie Vokabeln geben wird. Ich, du, wir, die Welt, der Himmel, die Hölle, das Leben und der ganze Rest, hin und zurück in einer Zeile! Das muss man erst einmal schaffen.
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