Essen - WAZ: Siemens-Kalkül besticht nicht - Kommentar vn Christopher Shepherd

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09.05.2008
Essen ots - Wenn die Staatsanwaltschaft lediglich wegen Verletzung der Aufsichtspflicht gegen Heinrich von Pierer vorgeht, dann ist das für den 67-Jährigen eine gute Nachricht Schliesslich bedeutet es, dass er nicht der Mittäterschaft bei der Bildung schwarzer Kassen bezichtigt wird und kein Strafverfahren droht Eine Geldbusse wegen einer Ordnungswidrigkeit könnte von Pierer verschmerzen und stünde - zumindest juristisch gesehen - relativ unbeschädigt da Für Siemens ist die Entscheidung jedoch schlecht Denn in jüngster Zeit hat der Konzern versucht, den Ex-Chef direkt in Verbindung mit Korruptionsfällen zu bringen Die Stossrichtung ist klar: Siemens willvon Pierer als Hauptschuldigen an den Pranger stellen und signalisieren, dass das Unternehmen heute nichts mehr mit solchen Machenschaften zu tun hat So soll die US-Börsenaufsicht SEC, die eine Milliardenstrafe verhängen könnte, beschwichtigt werden Allerdings ist es fraglich, ob diese Rechnung aufgeht: Immer mehr aufgedeckte Schmiergeldzahlungen in fast allen Konzernteilen zeigen nämlich, dass Korruption bei Siemens System hatte Von Pierer als Sündenbock hinzustellen, dürfte da die SEC kaum besänftigenOriginaltext: Westdeutsche Allgemeine ZeitungDigitale Pressemappe: http://wwwpresseportalde/pm/55903Pressemappe via RSS : http://wwwpresseportalde/rss/pm_55903rss2Pressekontakt:Westdeutsche Allgemeine ZeitungZentralredaktion Telefon: 0201 / 804-2727zentralredaktion-wazde
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