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08.05.2008 |
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| Berlin ots - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland BUND hat für die geplante Reform der Kfz-Steuer jetzt ein eigenes Konzept vorgelegt Es sieht vor, neue Pkw ganz von der Steuer zu befreien, wenn deren Kohlendioxid-Ausstoss unter 100 Gramm CO2 pro Kilometer liegt Fahrzeuge, deren Emissionen über 100 Gramm liegen, sollen mit stufenweise erhöhten Steuersätzen belastet werden Ab Zulassungsdatum 112008 sollen alle neuen Pkw in das vom 112009 angeltende CO2-basierte Berechnungssystem einbezogen werden Für ältereAutos soll es nach dem BUND-Vorschlag keine Änderungen geben Im Gegensatz zum Konzept der Bundesregierung für eine CO2-bezogene Kfz-Steuer wollen die Umweltschützer, dass die sparsamsten Neufahrzeuge stärker entlastet und weniger sparsame entsprechend dem steigenden Spritverbrauch höher besteuert werden Die in der EU künftig geltenden Grenzwerte für den Stickoxidausstoss von Pkw sollen ebenfalls einbezogen werden Das längst überfällige Vorhaben der Bundesregierung, die Steuersätze für Autos an die Höhe ihres Schadstoffausstosses zu knüpfen, darf nicht länger zwischen den widerstreitenden Interessen von Bund und Ländern oder verschiedener Lobbygruppen zerrieben werden, sagte Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND Wir brauchen endlich Nägel mit Köpfen Eine radikal vereinfachte Kfz-Steuer, derenHöhe vom CO2-Ausstoss und vom Einhalten der künftig geltenden Stickoxidgrenzwerte abhängt, hat eine hohe Lenkungswirkung bei der Anschaffung umweltfreundlicher Fahrzeuge Ein potentieller Autokäuferbekommt das klare Signal: Wenn schon ein Auto, dann ein möglichst sparsames und in der Unterhaltung preisgünstiges Das wird nicht nur dem Klimaschutz helfen, sondern es wird auch zu weniger Stickoxid-Emissionen und damit zu weniger Sommersmog führen Die vom BUND vorgeschlagene Kfz-Steuer sieht sechs Tarifstufen vor: Bis zu einer CO2-Emission von 100 Gramm pro Kilometer gilt Steuerfreiheit Zwischen 100 und 120 Gramm pro Kilometer werden Benzin-Pkw mit 50 Cent, Diesel-Pkw mit fünf Euro pro zusätzliches Gramm besteuert Zwischen 120 und 160 werden bei Benzinern zwei Euro und bei Diesel-Pkw 7,50 Euro pro Zusatzgramm fällig Zwischen 160 und180 Gramm kostet jedes zusätzliche Gramm bei Benzinern fünf Euro, beiDiesel-Pkw 12,50 Euro Zwischen 180 und 200 Gramm werden Benziner mit7,50 Euro und Dieselfahrzeuge mit 15 Euro pro Zusatzgramm zur Kasse gebeten In der sechsten Stufe bei einem CO2-Ausstoss über 200 Gramm pro Kilometer kostet ein zusätzliches Gramm bei Benzinern zehn und bei Diesel-Pkw 17,50 Euro Fahrzeuge, deren CO2-Emissionen zwischen 120 und 160 Gramm liegen, dies betrifft etwa 40 Prozent der heutigen neuen Pkw-Modelle, werden demnach im Durchschnitt nicht höher besteuert als bisher Für einen benzingetriebenen VW-Golf 14 mit einem CO2-Ausstoss von 166 Gramm pro Kilometer würde die Steuer von derzeit 94 auf 120 Euro steigen Beim Geländewagen Mercedes-ML-350-Benziner mit einem CO2-Ausstoss von 305 Gramm pro Kilometer würde die Steuer von heute 256 auf dann 1390 Euro angehoben Beim besonders sparsamen Smart-fortwo-Benzin-Pkw, der pro Kilometer 112 Gramm CO2 ausstösst, würde die Steuer von derzeit 54 auf nur noch sechs Euro sinken Es gibt Gewinner und Verlierer sowohl bei Benzinern als auch bei Dieselfahrzeugen, sagte Werner Reh, BUND-Verkehrsexperte Gewinnen werden die sparsamen und sauberen, verlieren die viele Schadstoffe ausstossenden und Sprit fressenden Autos Je sauberer ein Auto ist, umso günstiger wird sein Steuertarif, je klima- und gesundheitsschädlicher die Fahrzeugmotorisierung ausfällt, desto höher werden die Steuern Ein solches Steuersystem wird nicht nur dasKaufverhalten beeinflussen, es wird auch Innovationen für mehr Umweltschutz bei den Pkw-Herstellern hervorrufen Damit die Bundesregierung ihre steuerliche Zuständigkeit im Verkehrssektor ausbauen könne, wäre nach Auffassung der Umweltschützer ein Bund-Länder-Tausch der jetzt noch den Ländern zustehenden Kfz-Steuer gegen andere Steuereinnahmen in ähnlicher Höhevorteilhaft Zu empfehlen wäre auch eine Angleichung der Mineralölsteuer für Dieselkraftstoff an jene für Benzin Die damit einhergehende Anhebung des Dieselpreises um rund 20 Cent pro Liter brächte dem Bund Mehreinnahmen in Höhe von rund drei Milliarden Euro pro Jahr Damit liesse sich dann bei Dieselfahrzeugen die Senkung der Kfz-Steuer finanzieren, die derzeit höher ist als bei Benzinern Eine ausführliche Darstellung der vom BUND vorgeschlagenen CO2-basierten Kfz-Steuer finden Sie im Internet unter: http://wwwbundnet/fileadmin/bundnet/pdfs/verkehr/autoverkehr/20080508_verkehr_kfzsteuerreform_hintergrundpapierpdfOriginaltext: BUNDDigitale Pressemappe: http://wwwpresseportalde/pm/7666Pressemappe via RSS : http://wwwpresseportalde/rss/pm_7666rss2Pressekontakt:Werner Reh, BUND-Verkehrsexperte, Tel 030-27586-435 bzw Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressestelle, Tel 030-27586-425/-489, Fax: -440, Mobil: 0171-8311051, E-Mail: presse-bundnet, wwwbundnet |
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